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Eura Mobil Xtura 656 HB: Allrad-Abenteurer bekommt ein Schlafzimmer auf dem Dach

Mit dem Xtura 656 HB erweitert Eura Mobil seine noch junge Allrad-Baureihe um ein kompakteres Modell. Der Neue ist kürzer als der bekannte Xtura 686 EF, soll aber trotzdem bis zu vier Personen mit auf Reisen nehmen. Der Trick dabei: Zwei der Schlafplätze wandern einfach aufs Dach.

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Kürzer kann im Gelände besser sein

Wer mit seinem Wohnmobil regelmäßig Asphalt gegen Schotter tauschen möchte, freut sich über jeden Zentimeter weniger, der hinter der Hinterachse übersteht. Genau hier setzt Eura Mobil beim neuen Xtura 656 HB an. Mit 6,68 Metern Länge bleibt das Fernreisemobil gut 20 Zentimeter unter dem größeren 686 EF. Der Radstand beträgt 3,665 Meter. Dazu kommen 2,20 Meter Breite und 3,21 Meter Höhe.

Technische Basis ist der Mercedes-Benz Sprinter. Der Dieselmotor leistet 140 kW beziehungsweise 190 PS, Allradantrieb gehört zum Konzept des Xtura. Das zulässige Gesamtgewicht gibt Eura Mobil mit 4.100 Kilogramm an, die gebremste Anhängelast liegt bei 2.000 Kilogramm.

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Damit ist der 656 HB kein kompakter Campingbus, sondern weiterhin ein ausgewachsenes Reisemobil – nur eben mit Abmessungen, die abseits befestigter Straßen etwas handlicher ausfallen.

Querbett statt Einzelbetten

Den entscheidenden Unterschied zum größeren Xtura findet man im Heck. Statt der Längseinzelbetten setzt Eura Mobil beim 656 HB auf ein quer eingebautes Doppelbett. Es misst 1,94 x 1,38 Meter. Durch diese Anordnung benötigt der Schlafbereich weniger Fahrzeuglänge.

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Doch damit wäre der neue Xtura eigentlich nur ein Reisemobil für zwei Personen. Eura Mobil hat deshalb eine ungewöhnliche Lösung gefunden: Auf Wunsch sitzt auf dem Fahrzeug ein elektrisch ausfahrbares Dachzelt.

Per Knopfdruck entsteht dort ein zweites Schlafzimmer mit einer Liegefläche von 1,98 x 1,30 Metern. Damit wächst die Zahl der Schlafplätze von zwei auf vier. Vier zugelassene Sitzplätze mit Dreipunktgurten sind ebenfalls vorgesehen.

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Das Dachzelt sitzt möglichst weit vorne auf dem Fahrzeug. Dadurch bleibt auf dem Dach weiterhin Platz für Solarmodule und weiteres Zubehör.

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Familienmobil mit Offroad-Ambitionen

Innen geht es deutlich weniger rustikal zu, als die Allradtechnik vermuten lässt. Vorne befindet sich eine L-Sitzgruppe, dahinter folgen Küchenblock und Bad. Ein 135-Liter-Kompressorkühlschrank gehört ebenfalls zum Konzept. Das Bad arbeitet mit einer schwenkbaren Duschwand, um den vorhandenen Raum mehrfach nutzen zu können.

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Die Stehhöhe beträgt 1,975 Meter, die Innenbreite 2,05 Meter. Beim Wasser bietet der Xtura einen 140-Liter-Frischwassertank sowie einen Abwassertank mit 105 Litern.

Interessant ist außerdem der vergleichsweise massive Aufbau. Allein die Bodenplatte ist 85 Millimeter stark. Eura Mobil positioniert die Xtura-Baureihe bewusst zwischen klassischen allradgetriebenen Teilintegrierten und deutlich extremeren Expeditionsmobilen.

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Viel Strom für längere Standzeiten

Entsprechend wichtig ist die Autarkie. Eura Mobil kombiniert beim Xtura eine 330-Ah-Lithium-Batterie mit Solarmodulen. Die Bordtechnik lässt sich über ein Control-Panel sowie per Smartphone überwachen. Eine Garmin-Navigation ist ebenfalls in das Konzept eingebunden.

Damit soll der Xtura nicht darauf angewiesen sein, jeden Abend auf einem Campingplatz mit Landstromanschluss zu stehen. Genau das passt zur eigentlichen Idee des Fahrzeugs: reisen, weiterfahren und auch einmal ein paar Tage dort bleiben, wo die Infrastruktur überschaubar ist.

Ganz leicht ist das allerdings nicht. Eura Mobil nennt für den XT 656 HB eine Masse in fahrbereitem Zustand von 3.359 Kilogramm, wobei aufgrund der gesetzlichen Berechnungsmethode eine entsprechende Toleranzspanne ausgewiesen wird. Bei 4.100 Kilogramm zulässigem Gesamtgewicht sollte man deshalb gerade bei umfangreicher Sonderausstattung die tatsächliche Zuladung im Blick behalten.

Günstig ist der kleine Xtura nicht

Kompakter bedeutet bei Eura Mobil außerdem nicht automatisch günstiges Camping. Der Xtura XT 656 HB startet aktuell bei 183.400 Euro.

Mit zusätzlichen Paketen, Dachzelt und weiterem Offroad- beziehungsweise Autarkie-Zubehör kann die Rechnung entsprechend höher ausfallen.

Dafür bekommt man ein interessantes Konzept: Statt einen großen Allrad-Teilintegrierten immer weiter wachsen zu lassen, macht Eura Mobil den Xtura etwas kürzer und nutzt die dritte Dimension. Das elektrische Dachzelt verwandelt den 656 HB bei Bedarf in ein Vier-Personen-Mobil, ohne dass dafür dauerhaft zusätzliche Fahrzeuglänge mitgeschleppt werden muss.

Quelle: Euro Mobil

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