Buddies stellen sich vor: Sarah, Finn und ihr 96er VW T4-Syncro-Camper

Moin, wir sind Finn (38) und Sarah (36) und haben vor dem Beginn unserer Reise in Hamburg gelebt. Finn ist gebürtiger Nordfriese, lebt aber inzwischen seit knapp 14 Jahren in der Hansestadt. Ich bin eine waschechte Münchnerin und bin vor sechs Jahre nach Hamburg gezogen, weil es mich ans Meer und in den hohen Norden gezogen hat.

Unser VW Bus „PIDIVAN“ ist ein T4 Synchro, 2,5-Liter-Benziner, Baujahr 1996. Momentan beträgt der Kilometerstand ca. 124 000 km. Wir haben den Bus bei einem Händler in der Nähe von Stuttgart gekauft, wofür wir einmal durch die ganze Bundesrepublik gefahren sind. Ursprünglich war der Bus in Österreich für die Freiwillige Feuerwehr Lienz als Koordinationswagen tätig. Der Name setzt sich aus zwei Namen zusammen, nämlich dem Papa von Finn, Piet und meinem Onkel, Dieter, die uns beim Busausbau eine große mentale und physische Hilfe waren.

Nachdem wir bereits schon mal einen VW T4 ausgebaut haben, waren wir uns sicher, dass ein VW Bus für uns genau das Richtige ist. Finn ist gelernter Tischler und konnte sich daher beim Ausbau ganz auf sein Könnten und sein Geschick verlassen. Alles was mit Elektrik zu tun hat, hat er sich nach und nach selber beigebracht – zum Glück bietet das Internet inzwischen hervorragende Möglichkeiten, um sich solches Wissen anzueignen.
Nach unserem ersten Bus wussten wir genau, was wir noch zu ändern haben. Der Bus hatte anfangs kein Hochdach, das hat Finn zusammen mit seinem Vater montiert. Unser Beifahrersitz lässt sich nun nach hinten drehen und somit entstand ein völlig neues Raumgefühl. Zudem haben wir nun fließend Wasser an Board, was wir im ersten Bus auch nicht hatten. Auch unsere Fenster im Hochdach ist nicht mehr wegzudenken und wir fragen uns, wie wir die Sommer im ersten Bus überlebt haben. Dieser zweite Busausbau ist so gut auf uns abgestimmt, dass wir bisher nichts gefunden haben, was wir ändern würden.

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Eigentlich hatten wir geplant, im Mai 2020 nach Kanada zu Überschiffen und dann von Kanada nach Argentinien zu fahren, doch dann kam Corona und alles änderte sich. Da Sarah ihren Job schon gekündigt hatte und unsere Reiseplanung von zwei Jahren viel von uns abverlangt hatte, haben wir uns dann entschlossen, trotz aller Umstände im September aufzubrechen. Unser erstes Ziel sollte Griechenland sein, wo uns dann Anfang November der Lockdown eingeholt hat. Inzwischen haben wir gelernt, je weniger wir planen, desto besser geht es uns und desto schönere Überraschungen hält das Leben für uns bereit.

Auf jeden Fall würden wir im Sommer gerne über Albanien, Montenegro, Bosnien und Herzegowina gen Norden fahren. Zudem zieht es uns nach Irland, Schottland und Großbritannien, sobald eine Einreise wieder möglich ist. Aber das sind nur Ideen und wir lassen uns überraschen, wo es uns dann tatsächlich hin verschlägt.

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Inzwischen haben wir so radikal rationalisiert, dass wir alle Gegenstände, die mit uns reisen tatsächlich auch genutzt werden. Wirklich wichtig scheint uns bisher die Auswahl der Matratze und der Daunendecken zu sein. Bei beiden Dingen haben wir nicht gespart und jeder Cent lohnt sich- nicht zu frieren ist für unsere Psyche wirklich wichtig 🙂 Zudem haben wir zwei Lammfelle und eine hochwertige Wolldecke, die die Feuchtigkeit im Bus wunderbar abhaben können.

Zusätzlich haben wir natürlich Dinge wie Stirnlampen, elektronische Mückenstichheiler, einen kleinen Handstaubsauger, unseren Espressokocher, eine Wärmflasche und eine Wäscheleine ( im Bus)- ohne die wir alle unseren Alltag nur schwer bestreiten könnten.

Missen möchten wir auch nicht unsere Heckschublade, die Finn als Werkbank benutzen kann und die uns einen wunderbaren Ort für Stühle, Tisch, Wasserkanister, Werkzeug und Reserverad bietet.

Zu Beginn unserer Reise hatten wir Bedenken, dass wir uns nach ein paar Wochen ziemlich auf den Zeiger gehen und haben uns noch überlegt, ob wir ein Zelt mitnehmen, falls wir mal räumlich getrennt sein wollen. Inzwischen sind wir so ein eingespieltes Team und verstehen uns gefühlt von Tag zu Tag besser. Selbst in Stresssituationen bleiben wir fair zueinander und können eine gewisse Gelassenheit an den Tag legen. Dazu muss man sagen, dass wir unseren Bus und seine Grenzen immer besser kennenlernen und somit zunehmend Bescheid wissen, was wir ihm zutrauen können und was nicht.

Finden könnt ihr uns bei Instagram unter @pidivan, wo wir momentan täglich Storys hochladen und alle zwei bis drei Tage einen Beitrag posten.

Und jetzt seid ihr dran. Wenn ihr euch, euren Camper und eure Art zu Reisen auch einmal bei uns vorstellen wollt, dann scheibt einfach eine Mail mit dem Betreff „Buddies“ an jan@campingbuddies.de. Wir freuen uns auf euch!

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