Tesla Model 3 mit Dachzelt: Qeedo Freedom Family + Elektroauto

Kinder, wie die Zeit vergeht. Seit 2017 sind wir nun schon elektrisch unterwegs. Seit 2020 mit einem Tesla Model 3. Und was soll ich sagen, es macht immer noch riesigen Spaß. Aber wir sind eben auch im Herzen Camper und darum zieht es uns immer wieder „on the Road“. Das klappt mit dem Model 3 sogar ganz gut, denn der hat einen „Camp-Mode“, bei dem der Wagen nachts quasi auf Notbetrieb geschaltet werden kann. Dann stellt nur die Klimaanlage die eingestellte Temperatur bereit und die Medienfunktionen erlauben es, Musik wiederzugeben oder Filme zu gucken.  Der Energieverbrauch ist dabei extrem gering.

Der Camp-Mode behebt aber leider nicht das Platzproblem in so einem Auto. Immerhin sind wir meistens zu dritt (2 Erwachsene, 1 Kind) unterwegs. Und das ist trotz umgelegter Rückbank und großer Matratze trotzdem eine Herausforderung. Doch ich habe schon vor einigen Monaten Licht am Ende des Tunnels gesehen und mich entschieden, dem Tesla ein Dachzelt zu spendieren – möglichst groß, damit auch die gesamte Familie drin Platz findet.

In diversen Facebook Gruppen und sonstigen Foren bin ich dann doch relativ schnell auf die Dachzelte von Qeedo gestoßen. Gut fand ich einerseits, dass es ein deutsches Unternehmen ist, was uns bei dem Service und einer eventuellen Reklamation schon sehr wichtig war. Andererseits machen die Zelte einen soliden Eindruck und sind preislich schon sehr attraktiv gegenüber anderen Herstellern.

Um wirklich bequem zu dritt im Zelt liegen zu können, musste es dann auch ein etwas größeres werden. Entschieden haben wir uns daher für das Freedom Family von Qeedo. Dieses Zelt bietet mit seiner Liegefläche von 250 x 160cm eine ausreichend große Fläche für uns zwei Erwachsene und unserem 9-jährigen Junior.

Sieben Tage nach der Bestellung wurde das Zelt per Spedition vor die Haustür geliefert. Fun Fakt: Das Dachzelt kam in einem riesigen Karton, auf dem allerdings ein gewaltiger Smart-TV abgebildet war. Unsere Vermutung: Die Speditionen behandeln solche Geräte grundsätzlich sorgfältiger als „profane“ Zelte.

Die Montage

Eigentlich wollte ich mit dem Auspacken des Zeltes auf meine Frau warten, die Neugier war dann aber irgendwie doch zu groß und ich hab es dann selbst ausgepackt. Eine Person schafft es also locker, das Zelt aus der sehr stabilen Verpackung zu holen und neben das Auto zu stellen.

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Mit im Karton dabei ist eine kleine Stoffmappe, in der sich alle notwendigen Schrauben, Muttern etc. befinden. Neben einem kleinen Flick-Set und ein paar coolen Camping-Aufklebern findet sich auch eine gedruckte Anleitung. Mittlerweile sind die gedruckten Anleitungen ja eher selten geworden, umso schöner, dass hier eine dabei lag.

Die Montage des Zeltes auf dem Dachträger gestaltete sind dann doch etwas mühselig. Zwar wiegt das Zelt „nur“ 63 kg, man muss es aber eben auf die Höhe des Dachträgers wuchten – und das ist überraschend hoch (zum Glück fahre ich keinen Defender 😊). Für zwei normalgebaute Erwachse sollte das aber dennoch kein größere Problem darstellen.

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Liegt das Zelt erstmal auf dem Dach und ist es gerade ausgerichtet, können auch schon die Schrauben am Träger festgeschraubt werden – das wars. Das Dachzelt ist dann für den ersten Einsatz bereit.

Die erste Tour

Kurzerhand sind wir dann schon am nächsten Wochenende zu einer ersten kleinen Campingtour aufgebrochen, um das Zelt direkt zu testen.

Nachdem die robuste aber nicht allzu starre Schutzplane vom Zelt entfernt war (vier Klettverschlüsse und acht Kunststoff-Klipse) kann das Zelt ganz einfach aufgeklappt werden. Dazu wird dann einfach die oben auf dem Zelt liegende Alu-Leiter „ausgefahren“, als Hebel verwendet und dann nach unten gedrückt. Automatisch klappt dann das Zelt um und entfaltet sich auf dem Auto. Ein toller Anblick!
Dann noch die Leiter entsprechend in der Länge justieren und auf einen stabilen Untergrund stellen – fertig.

Um es bezugsfertig zu machen, fehlt noch das Ausklappen der kleinen Markise am Eingang, die bei schlechtem Wetter einen guten Regenschutz bietet. Nach ca. 20 Sekunden war auch das erledigt.

Das erste Mal zu dritt im Zelt war dann schon ein extrem cooles Erlebnis. Es war irgendwie noch schöner als wir es uns vorgestellt hatten. Ein Hauptgrund für das Qeedo Dachzelt waren ja die zahlreichen Fenster und Öffnungen im Zelt. Man kann das Zelt an allen 3 verbleibenden Seiten (also hinten und die beiden Seiten) komplett öffnen um einen herrlichen 360° Blick auf die Umgebung zu erhalten. Und ein besonderes Highlight: das Dach lässt sich auf der Kopfseite vom Zelt auch öffnen, so dass man beim Schlafen in den Himmel schauen kann. Besser geht’s nicht.

Ach ja, die Fenster haben natürlich auch ein Insektenschutzgitter, was sich separat schließen lässt. So hat man im Sommer die Möglichkeit der Durchlüftung und ist trotzdem vor den kleinen Plagegeistern geschützt.

Was zudem noch praktisch ist, sind die beiden „eingebauten“ Schuhtaschen. Diese großzügigen Taschen hängen direkt am Eingang und sind zudem noch wasserfest. Unsere Schuhe (Gr. 46, 42 und 38) haben locker in die beiden Taschen gepasst.

Die erste Nacht

Kurz und knapp: Wir alle waren positiv überrascht. Zwar ist die Matratze schon recht knackig (hart), aber man hat ja noch seinen Schlafsack, der den Boden etwas mehr abfedert. Das Platzangebot war wie erhofft auch beim Schlafen vollkommen ausreichend. Wir Erwachsene haben längs geschlafen und der Junior quer über unseren Köpfen. Er hätte aber auch locker noch in unsere Mitte gepasst, aber so hatte er noch etwas mehr Platz.

Auch wasserdicht ist das Zelt natürlich, was wir (leider) schon in unserer ersten Nacht testen durften. Es regnete stundenlag, was dem Zelt aber selbstverständlich nichts ausgemacht hat. Das Kondenswasser an den Innenwänden war zwar vorhanden, aber sofern man bei besseren Temperaturen auch die Fenster öffnen kann, wird es das dann auch nicht mehr geben. Das Kondenswasser verschwand dann auch relativ schnell bei einem kurzen Durchlüften.

Zu beachten ist noch, dass das Zelt nach einem solchen Regen auch wieder ordentlich getrocknet wird. Sollte das vor Ort nicht mehr zu schaffen sein, dann müsst ihr das zeitnah nachholen.

Empfehlenswert ist auf jeden Fall noch das optionale 3D-Mesh – eine spezielle Matratzenunterlage die für eine wesentlich bessere Durchlüftung unter der eigentlichen Matratze sorgt. Wir hatten sie gleich mitbestellt, damit sich erst gar keine Stauflecken oder ähnliches unter der Matratze bilden können.

Fazit:

Dafür, dass es unser erstes Dachzelt ist und wir bislang in dem Bereich absolut Null Erfahrungen hatten, scheinen wir mit dem Freedom Family von Qeedo alles richtig gemacht zu haben.

Der Aufbau geht wirklich schnell von der Hand (mittlerweile ca. 2-3 Minuten, alleine) und die Qualität vom Stoff sowie die Verarbeitung (Stangen, Kunststoff-Klipse, Untergestell) ist wirklich super. Das Platzangebot ist insbesondere für kleine Familien schon extrem komfortabel und wenn man alleine drin übernachtet, ist es voll der Hammer! Soviel Platz hab ich nicht mal im heimischen Bett und erst recht nicht solch einen herrlichen 360° Ausblick, den das Freedom Family bietet.

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