Land Rover Defender Works V8 Trophy: Dachzelt drauf und ab dafür

Der Land Rover Defender ist nicht tot zu kriegen. Und diese Aussage bezieht sich diesmal nicht auf die Robustheit des englischen Geländewagens, sondern auf die Tatsache, dass Land Rover nach dem offiziellen Produktionsende 2016 zum zweiten Mal eine Sonderserie des Ur-Modells präsentiert – den Defender Works V8 Trophy. Doch Achtung, wer schon beim Lesen dieser Zeilen Kaufgelüste verspürt: das Sondermodell ist auf 25 Einheiten beschränkt und man erhält nicht einmal einen Neuwagen.

Doch sollte man zu den glücklichen Kunden gehören, die den Schlüssel für einen dieser Works V8 Trophy erhalten, darf man sich auf eine ganz besondere Hommage an den ehemaligen Dauerbrenner aus Coventry freuen. Fangen wir bei der Farbe an: Wer den Geländewagen in der exklusiven Farbe Eastnor Yellow mit den Kontrasten in Narvik Black anschaut und sich bereits in den 80er und 90er für Autos interessiert hat, erinnert sich bestimmt an diesen Farbton. Genau, die Jeeps, Landies und Ranges der „Camel Trophy“ trugen dieses Farbkombi. Für alle anderen Leser: Diese Trophy war eine Expeditions Rallye, die von der Zigarettenmarke Camel zu Werbezwecken ins Leben gerufen wurde. Sie fand über 20 Jahre lang mit viel Medienrummel jährlich in einem anderen exotischen Land statt.

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Auf 25 Einheiten limitiert und eine Trophy zur Übergabe

Daran angelehnt veranstaltet Land Rover für die 25 Käufer des Defender Works V8 Trophy auf dem eigenen Testgelände Eastnor Castle zur Übergabe auch ein mehrtägiges Event –irgendwann in 2021, wenn es die Pandemie zulässt. Eine Stunde südlich von Birmingham darf dann der von Grund auf neue aufgebaute Defender unter der Anleitung von Spezialisten von seinen Besitzern auf Herz und Nieren getestet werden.

Neu aufgebaut? Richtig gelesen, denn letztendlich handelt es sich bei dem V8 Trophy um einen werksseitigen Restomod Umbau auf Basis der Beiden Karosserievarianten 90 oder 110 Station Wagon. Dabei fliegt natürlich jede Form von nagelndem Dieselmotor raus. Stattdessen nimmt ein 5,0-Liter-V8-Benzinmotor mit 405 PS und 515 Nm im Motorraum Platz. Das aus dem Jaguar Land Rover Baukasten bekannte Triebwerk gibt seine bärige Kraft mithilfe einer feinen ZF-Achtstufenautomatik an die vier Räder weiter.

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V8 Power, Überrollkäfig und belederte Recaros: Luxus und Abenteuer kombiniert

Natürlich werden Fahrwerk, Bremsen und Optik dem Leistungsplus entsprechend angepasst. So wird von der Sonderabteilung “Land Rover Classic“ ein All-Terrain-Kit verbaut, das unter anderem Frontwinde, Mehrpunkt-Expeditions-Überrollkäfig, Dachträger, Unterbodenschutz, Schnorchel, LED-Zusatzscheinwerfer und 235er Mud-Terrain-Reifen umfasst. Diese sitzen auf 16 Zoll Stahlfelgen, die dem Landy zusätzlich diesen unverwüstlichen Look geben.

Doch so rustikal der Works V8 Trophy auch daherkommt: im Inneren wird es modern und edel. Volllederausstattung mit schwarzen Windsor-Lederbezügen auf Recaro-Sportsitzen, abgesteppt mit gelben Kontrastnähten. Dazu ein von Land Rover Classic entwickeltes Classic-Infotainment-System mit integrierter Navigation und Mobilgeräte-Konnektivität. Das Ganze wird dann noch abgerundet mit einem exklusiven „Land Rover Trophy“ Ziffernblatt in der Analoguhr des Armaturenbretts, gestaltet von Uhrenhersteller Elliot Brown.

Noch kein Preis, aber das wird nicht günstig

Bei dem gebotenen optischen und technischen Spektakel, dass der Land Rover Defender Works V8 Trophy bietet, ist klar, so günstig wie die alte Baureihe in den Preislisten stand (um die 40.000 €), wird es nicht. In den britischen Medien wird spekuliert, dass die Sonderserie umgerechnet bei rund 220.000 Euro startet. Trotzdem gehen wir nicht davon aus, dass der Hersteller auf den 25 Einheiten sitzen bleibt.

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