Buddies stellen sich vor: Nina, Michel und ihr ausgebauter Ford Transit

Hallo, wir sind Michel und Nina, beide 25 Jahre alt und wohnen in Erfurt. Ich bin Softwareentwickler und Nina ist Apothekerin. Wir kennen uns beide aus dem Kindergarten und sind seit einigen Jahren ein Paar. Letztes Jahr haben wir uns einen großen Traum erfüllt und uns einen Ford Transit L3H3 gekauft, den wir gemeinsam zum Wohnmobil umgebaut haben.

Dass das Vanlife etwas für uns ist, haben wir 2018 gemerkt, als wir Portugal waren und uns dort einen Camper für zwei Wochen gemietet haben. Portugal war so unglaublich schön – eine unserer bisher schönsten Reisen. Nach zwei Wochen in dem gemieteten Van hat man dann aber doch gemerkt, was man selbst anders bauen würde. Beispielsweise funktioniert ein Querbett (circa 1,80 lang) nicht für mich, da ich fast zwei Meter groß bin. Für uns stand somit fest, dass wir auch  einen Van brauchen. Wir haben uns für einen Ford Transit entschieden, da sowohl mein Vater, als auch Ninas Vater 15 Jahre zusammen in einer Werkstatt bei Ford gearbeitet haben. So können wir uns bei Problemen meistens selbst helfen und sind nicht auf eine Werkstatt angewiesen. Außerdem fährt mein Vater einen baugleichen Ford Transit L2H2, sodass wir uns mit dem Fahrzeug schon vorher gut auskannten.

Wir haben uns also einen Ford Transit L3H3, Baujahr 2012, gekauft. Dieser hatte 99.000 km runter und wurde von der Stadtverwaltung einer größeren Stadt in Sachsen-Anhalt genutzt. Jackpot. Das Fahrzeug stand immer trocken und wurde regelmäßig gewartet. Auch die üblichen Transit Krankheiten, Rost an den Radkästen etc., gab es nicht. Wir waren begeistert und haben zugeschlagen. Dazu kam noch, dass bereits eine Standheizung verbaut war und im Laderaum Sortimo Regale verbaut waren, die wir noch gut verkaufen konnten.

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Das perfekte Basisfahrzeug war gefunden und wir konnten endlich mit dem Umbau beginnen. Als Erstes haben wir die Sortimo Regale ausgebaut und verkauft. Wir haben dann die Bodenplatte ausgebaut und eine Unterkonstruktion für die neue Bodenplatte gebaut. Wir haben den ganzen Van mit Armaflex 19mm XG isoliert und eine neue Bodenplatte eingebaut. Von dem Geld für die Sortimo Regale konnten wir uns zwei Heckfenster (Dometic Seitz S4 45cm x 50cm), ein Seitenfenster (Dometic Seitz S4 50cm x 90cm) und unsere Dachluke (Dometic Midi Heki Style) kaufen, die wir dann gleich mit eingebaut haben. Man, war das eine große Überwindung, ein Loch in das frisch gekaufte Auto zu schneiden. Nach dem ersten Fenster waren aber alle Ängste überwunden und zum Schluss hat es sogar Spaß gemacht, das riesige Loch für die Dachluke zu sägen.

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Anschließend ging es an die Elektrik. Da wir beide von Elektrik null Plan haben und wir mit ruhigen Gewissen schlafen wollten, haben wir uns von einem in Erfurt ansässigen Unternehmen die Elektrik machen lassen. Wir haben zwei Solarpanels mit je 100 Watt von Offgridtec, eine 122Ah AGM Zweitbatterie von Offgridtec, einen 230 Volt Kreislauf mit einem 2.000 Watt Wechselrichter von Ective (SSI202) sowie einen 12 Volt Kreislauf. Geladen wird unsere Zweitbatterie entweder über Solar, Landstrom oder mithilfe des Ladeboosters von Votronic beim Fahren.

Nachdem die Elektrik fertig war konnten wir endlich mit dem Möbelbau beginnen. Als erstes haben wir ein ausziehbares Längsbett gebaut. Das Bett lässt sich von 1,30m x 1,40m auf 2m x 1,40m ausziehen. Somit haben wir tagsüber viel Platz im Van und nachts trotzdem vollen Schlafcomfort. Dafür haben wir einen ineinandergreifenden Lattenrost gebaut. Die Matratze haben wir geteilt, sodass der Teil, den wir tagsüber nicht brauchen, verstaut werden kann.

Danach haben wir unsere Wände und die Decke verkleidet. Anschließend ging es an die Küche, die uns ganz schön gefordert hat. Darin verbaut haben wir, neben den Schubladen für reichlich Stauraum, einen Dometic CRX65 Kompressorkühlschrank und eine Spüle mit Niederdruckwasserhahn. Die Wasserzufuhr wird mithilfe einer 12V Tauchpumpe gesteuert. Unter der Spüle befinden sich ein Frischwasser- und ein Grauwasserkanister mit je 20 Liter Fassungsvermögen. Somit sind wir sehr flexibel was die Versorgung und Entsorgung angeht, da die Kanister einfach herausgenommen werden können. Wir kochen mit einem zwei-flammigen Kartuschenkocher, da wir sowieso meistens draußen kochen.

Außerdem haben wir noch drei Sitzhocker, eine Truhe neben dem Bett, einen Hängeschrank über dem Bett und einen Oberschrank über der Fahrerkabine. Somit haben wir sehr viel Stauraum für Kleidung, Lebensmittel, Spiele und alles was man zum Glücklichsein benötigt. Die Toilette haben wir in einem Sitzhocker versteckt. Alles weitere findet seinen Platz in unserem „Kofferraum“ unter dem Bett. Dort ist nochmal sehr viel Stauraum, sodass Campingstühle, Tisch, Werkzeug, Bierkästen und sogar unser Kanu seinen Platz hat.

Die verbaute Hardware im Einzelnen:

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Unsere erste große Reise mit unserem Selbstausbau ging nach Kroatien. Dort war es einfach traumhaft und wir haben gemerkt, wie fantastisch es ist, den Van perfekt auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt zu haben. Wir haben noch ein paar Kleinigkeiten gefunden, die wir im Anschluss optimiert haben. Beispielsweise die Besteckschublade so gesichert, dass diese nicht mehr bei der Fahrt aufgehen kann oder ein zusätzliches Fach in die Seite eines Sitzhockers eingebaut, sodass man auch von draußen die Lebensmittel erreicht und nicht immer einsteigen muss. Aber das ist ja auch das Tolle an so einem Projekt, ganz fertig ist man wohl nie. Mittlerweise sind wir fast jedes Wochenende unterwegs und versuchen unsere Heimat besser kennenzulernen. Ob nun das Elbsandsteingebirge oder die Hohenwarte Talsperre, in Deutschland gibt es auch unzählige wunderschöne Ziele. Traumziele, die noch auf unsere Liste stehen, sind Schottland, die Bretagne und Skandinavien.

Liebe Grüße
Michel und Nina von @_fordfahren

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