Buddies stellen sich vor: Sabrina, Igor und ihr Mercedes Vito/Sprinter

Hey, wir sind Brina (31), Igor (29) und Gerda (3) aus Rheinland-Pfalz. Nach einem Portugal Urlaub 2018 haben wir uns dazu entschlossen, unseren ersten Van zu kaufen und auszubauen – einen Mercedes Benz Vito. Damit haben wir viele schöne Reisen gemacht unter anderem in die schottischen Highlands.

Im Sommer 2020 hatten wir leider einen (nicht selbstverschuldeten) Unfall mit dem Vito. Danach haben wir hin und her überlegt, aber da wir uns in den nächsten Jahren sowieso vergrößern wollten, haben wir uns dazu entschlossen den Vito zu verkaufen und einen Sprinter gekauft.

Aktuell fahren wir also einen fünf Jahre alten Mercedes Benz Sprinter 316 (w906) Facelift mit 163 PS und gekauft mit 88 tkm. (Bj. 01.2016). Die Konfiguration des Fahrzeugs ist Länge 1 und Höhe 2. Der Sprinter ist also der Seltene kompakte Sprinter mit Hochdach. Der Bus ist ein Fahrzeug von einer Gas-, Wasser-, Notdienstfirma und wurde für solche Einsätze ausgerüstet. So waren zum Beispiel ein Werkzeugregal und zahlreiche Befestigungsmöglichkeiten im Laderaum installiert. Dadurch war die Basis nicht verbraucht, es gab keine ernsthaften Blechschäden im Laderaum oder ärgerliche Dellen. Die Ausstattung lässt sich auch sehen: der Bus ist mit einigen zusätzlichen Assistenten ausgerüstet und diese helfen, das große Fahrzeug sicher auf der Straße zu führen. Brems-, Seitenwind-, Spur- und Totwinkelassistenten sind an Bord, Berganfahrhilfe, Sitzheizung, Licht- und Regensensoren, Einzelcomfortsitze, Multimediasystem, Rückfahrkamera, Wasserzusatzheizung… leider ist die Liste nicht endlos, es fehlen der seltene Beifahrerairbag und Parktronic. Auch an den Scheinwerfern wurde gespart, Standard H7 mit gefühltem Kerzenscheinlicht sind verbaut, jedoch immerhin mit Tagfahrlicht.

Durch den Einsatz als Notdienstmobil und Hallenfahrzeug, war entsprechend wenig Rost an der Basis vorhanden. Typische Stellen, wie die untere Kanten der hinteren Türen und die Ladekante habe ich rostfrei behandelt. Leider haben wir noch kleinere Rostnester auf dem glatten Blech über der Schiebetürschiene beim Kauf übersehen, sodass es da noch etwas mehr Aufwand betrieben wurde.

Insgesamt war der Zustand des Fahrzeugs allerdings mehr als gut, sodass wir sehr zufrieden und mit einem guten Gefühl in den Selbstausbau gestartet sind.

Getauft haben wir unseren Bus „ToGo 2“ als Erinnerung an den allerersten Campingbus (MB Vito 115 w639 Bj. 2008, übrigens auch Knallgelb) „ToGo“ – also to go, zum Mitnehmen. Der Bus sollte uns zu Abenteuern mitnehmen. So auch der Neue! Die Idee ist gleich, die Größe hat sich verändert.

Das Besondere an diesem Bus ist: er war mal weiß!

Zugegeben, die Konfiguration L1H2 ist recht selten für einen Campingausbau. Die beliebte und die Standardvariante Länge 2 ist eher die Basis für viele Campingfahrzeuge. Wieso bei uns nicht? Ganz einfach, durch die Größe können wir den Bus zuhause in der Stadt und auf der Arbeit parken!

Bei uns war eindeutig die Alltagstauglichkeit ausschlaggebend, denn der Bus ist auch das Alltagsauto von Igor.

Der Sprinter ist komplett selbst ausgebaut. Das Konzept haben wir uns in vielen Abendstunden und bei Wein ausgedacht und versucht, auch bereits jetzt schon an die Zukunft zu denken. So haben wir von Anfang an drei Schlafplätze eingeplant und den Nachwuchs eingerechnet, ach ja, Gerda, unsere Hündin, hat ihr besonderes Reich spendiert bekommen und ist ganz glücklich unterwegs 😉

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Und auch außen ist der Bus ist nicht mehr im Serienzustand. Neue Felgen, A/T Reifen von Toyo, Roof Rack von Frontrunner, Leiter am Heck, Reserveradträger steht bereit zum Einbau, achtfache LED Zusatzbeleuchtung von OSRAM, Dachfenster von Dometic, Pilzlüfter, Autoterm 2D Standheizung, lackierter Fahrzeuggrill, Vollfolierung in Sunflower Gelb und Drehkonsole Beifahrer sind die Änderungen bisher am Fahrzeug an sich.

Was wir noch planen? Am liebsten einen IGLHAUT Allradumbau  😀 … jedoch liegt das außerhalb des Budgets. Demnächst kommt eine Spurverbreiterung mit 25 mm pro Seite rein, eine Höherlegung wäre auch noch unser Wunsch. Bei unserem Motor ist außerdem ein Softwareupgrade möglich, sobald wir dafür Zeit haben, würden wir auch da nachlegen. Zurzeit sind im Fahrzeug zwei Sitzplätze eingetragen, im Hinblick auf die Zukunft wollen wir auch da einen dritten Sitzplatz installieren und eintragen lassen.

Um nicht denselben Fehler wie am vorherigen Bus zu machen, melden wir den Sprinter als Wohnmobil an, sobald unser Umbau ausgeführt ist und wir die Anforderungen erfüllen.

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Mit unserem Vito waren wir viel in unserer Region (RLP/Saarland/Luxemburg), im Süden von Deutschland, Österreich, Holland und Frankreich unterwegs. Die schönste und längste Reisen mit dem Vito war unsere 3-wöchige Tour durch die schottischen Highlands.

Mit dem Sprinter haben wir – sobald es Corona zulässt – einiges geplant. Dieses Jahr unter anderem Österreich/Schweiz, Südtirol, Schweden und eine Rundreise durch Norwegen.

Unser größer Traum ist es eine längere Tour (3-6 Monate) mit dem Sprinter durch Europa zu machen. So möchten wir z.B. unbedingt nach Portugal. Da hier alles angefangen hat. Gleichzeitig zieht es uns aber eigentlich eher Richtung Norden. Norwegen, Schottland, Faroer Inseln – das ist genau unser Ding!

Finden könnt ihr uns auf Instagram (@brina.explores@igor.explores, @gerda.explores) auf Youtube (brina_travels), auf unserer Webseite sowie bei Facebook.