Mehr Platz dank Busvorzelt: Vorstellung Qeedo Quick Motor

Busvorzelt im Test

Ich liebe meinen Campster im Alltag (Ihr erinnert euch sicher an unseren Testbericht?!). Klein und wendig macht er seinen Job. Beim Camping für ein, zwei Nächte macht er ebenfalls eine gute Figur. Aber wenn man mal länger an einem Ort steht, dann geht mir das Hin- und Hergeräume im Innenraum schon etwas auf den Keks.

Also musste ein Vorzelt her! Einfach nochmal mehr Platz für den ganzen Krimskrams, den man trotz großer Selbstdisziplin mit sich rumschleppt, und etwas mehr Freiraum.

Meine Anforderungsliste

  • Kleines Packmaß
  • Nicht zu schwer
  • Schnell aufzubauen
  • Schnell abbauen und verstauen
  • Bezahlbar
  • Witterungsbeständig

Bei meinen Recherchen zu Zelten, die oben genannte Kriterien erfüllen könnten, stolperte ich über das Qeedo Quick Motor. Da ich mir bereits ein Sonnensegel von Qeedo zugelegt hatte, wusste ich zumindest über die Verarbeitung schon Bescheid. Sauber verarbeitete Nähte und stabiles Zelttuch durfte ich erwarten.
Also wurde das Teil geordert inklusive Zeltboden, der separat erhältlich ist. Dazu aber später mehr.

Der Aufbau

Busvorzelt im Test

Wenn Beschreibungen so anfangen wie diese, bin ich raus: „Stecken sie die Dachstange B in die Halteöse A und verbinden es mit dem Eckenwinkel F.“ „Aufbau in 120 Sekunden“ verspricht dagegen die Werbung der Firma Qeedo. Das habe ich beim ersten Aufbau allerdings weit verfehlt. Man sollte das Zelt einmal trocken und in Ruhe aufbauen, bevor man zur Belustigung des ganzen Campingplatzes wird. Aber hat man einmal das Prinzip verstanden, geht es wirklich ruckzuck und dann kann man zumindest tatsächlich das Grundgerüst innerhalb von 2 Minuten aufgebaut haben.

Das Gestänge ist mit einem Teleskopsystem aus Glasfiberstangen ausgestattet, muss also nicht mühsam zusammen gesteckt  und in die Zeltbahnen eingeführt werden. Es ist alles bereits fertig montiert und muss lediglich entfaltet werden. Klar, am Schluss sollte es für die Stabilität nochmal richtig abgespannt werden. Absolut top! Man muss nur wissen, wo oben und unten ist. Aber dann geht das Klicksystem rasend schnell aufzubauen. Ob nun 120 Sekunden für den geübten Profi oder 5 Minuten für den Gelegenheitscamper, spielt letztlich eine untergeordnete Rolle. Was zählt ist: Es geht schnell!

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Das Zelt

Boah! Was ein Tanzpalast. Das war mein erster Eindruck, als ich das quadratische 3,2 x 3,2 m große Zelt aufgebaut hatte. Dieser Eindruck wird durch die steilen Zeltwände verstärkt, da man überall im Zelt Stehhöhe hat. Die zwei großen Fensteröffnungen mit Fliegengitter lassen viel Licht herein. Beeindruckt hat mich die große Flexibilität durch die vielen Reißverschlüsse. Man kann das Zelt je nach Lust und Laune umbauen.

Ein nettes Gimmick ist eine Lampenhalterung im Dachhimmel des Zeltes.

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Der Innenraum

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Variabilität

Das Qeedo Quick Motor ist ein echter Tausendsassa! Seine drei Eingänge machen es sehr flexibel. Im Frontbereich lässt sich der Zelteingang entweder auf die Hälfte begrenzen oder man öffnet den Eingangsbereich komplett und hat quasi eine überdachte Terrasse. Wenn der Frontbereich geschlossen bleibt, kann man alternativ entweder links oder rechts im Schleusenbereich des Busses einen Eingang öffnen. Megapraktisch! Die großen Fenster lassen sich ebenfalls individuell teilweise oder auch ganz öffnen. Je nach dem eigenen Bedürfnis nach Luft oder Licht.

Busvorzelt im Test

Das Tauwerk

Ein Zelt ohne Leinen ist nicht vorstellbar. Zu leicht wird es sonst zum Spielball des Windes. Das Qeedo Quick Motor kommt da mit einigen pfiffigen Ideen um die Ecke, und verbindet die Seile zentral. Das reduziert die Stolperfallen im Außenbereich des Zeltes. Es sieht ein wenig nach Spinnennetz aus, aber das hat sich in der Natur ja auch bewährt.

Busvorzelt im Test

Clever auch die ans Zelt angenähten Dreiecke mit Loch in der Mitte. So lässt sich sehr schnell die Zelthaut mit dem Fiberglasgestänge verbinden, ohne extra Schnüre oder ähnliches.

An den Details erkennt man, dass die Entwickler von Qeedo etwas von der Materie verstehen und selbst schon als Camper unterwegs waren.

Bus und Zelt als Einheit

Busvorzelt im Test

Das Qeedo Quick Motor gibt es in zwei Varianten. Einmal als komplett freistehendes Zelt (Quick Motor Free) oder die Variante die ich mir zugelegt habe mit Anschlussmöglichkeit an die Kederleiste des Campsters. Dies hat den Vorteil, dass Zelt und Bus eine Einheit bilden und die Befestigung am Bus dem Zelt zusätzliche Stabilität verleiht. Dadurch entsteht auch ein trockener Übergang vom Bus ins Zelt und umgekehrt.

Der Nachteil ist, dass es etwas fummelig ist, das Zelt in die Kederleiste zu tüddeln. Für häufiges an- und abdocken ist vielleicht das Quick Motor Free interessanter.

Tipp: Alternativ werde ich mir noch einen Kederadapter zulegen, um diesen Nachteil auszugleichen. Dann muss man nur den Adapter aus den jeweiligen Schienen ziehen und da hängt nicht das ganze Zelt dran.

Qualität

Bei einem Zelt ist es wichtig, dass es auch mal einen Schauer aushält und nicht sofort alles nass wird. Dann ist der Campingspaß schnell getrübt. Mit 4.000 mm Wassersäule ist das Qeedo Quick Motor gut aufgestellt. Die empfohlenen Richtwerte von Kennern der Szene liegen bei 3.000 mm im Schnitt. Die versiegelten Nähte spielen hier natürlich auch noch eine wesentliche Rolle. Die Verarbeitung macht dem Augenschein nach einen guten Eindruck. Auch das Fiberglasgestänge mit dem Teleskopsystem fühlt sich gut an und ist leicht zu bedienen. Das alles hat aber natürlich einen Nachteil. Mit 17,3 kg ist es schon recht schwer. Aber einen Tod muss man ja bekanntlich immer sterben.

Preis-Leistung

Als preiswerte Alternative zu den ebenfalls sehr praktischen Luftzelten macht das Qeedo Quick Motor Buszelt von sich reden. Muss man bei den Luftzelten Kosten von 750 bis 2.000 Euro einplanen, so werden für dieses Zelt gerade einmal 480 Euro aufgerufen.

Zahlen, Daten, Fakten

Busvorzelt im Test

  • 17,3 kg Gewicht
  • Packmaß 112 x 30 x 30
  • Fläche 3,20 m x 3,20 m
  • Anbauhöhe 185 – 210 cm
  • 4.000 mm Wassersäule
  • Keder 6 mm (gibt es auch mit 4 mm Keder)
  • Stahlgestänge (Quick-Up-System)
  • Schleusenbereich zum Bus (Trockener Übergang)
  • Auch freistehend nutzbar
  • Verstärkte Heringe (T-Pegs)
  • Integriertes Leinensystem
  • Integrierter Fußboden
  • Hier Link zum von uns vorgestellten Modell bei Amazon: https://amzn.to/3fwq02K

Nützliches Add On: Das Groundsheet Quick Villa 5

Ein wichtiges Zubehör, welches in die Planung mit einkalkuliert werden sollte, ist eine Zeltunterlage. Das Qeedo Groundsheet Quick Villa 5 ist passend für die Zelte Quick Villa 5 und ebenfalls für das Quick Motor.

Was nützt einem ein gutes Zelt, wenn die Feuchtigkeit von unten reinzieht. Diese Plane hat eine Wassersäule von 10.000 mm und schützt damit optimal vor Nässe. Außerdem bietet es einen guten Schutz vor Beschädigungen. Für dieses Extra sind die erforderlichen 50-60 € gut angelegt.

Hier der Link zum Groundsheet bei Amazon: https://amzn.to/33XRokQ

Fazit:

ür mich als Campinganfänger ein ganz dankbares Zelt! Ein tolles Prinzip das dem Namen „Quick Motor“ alle Ehre macht. Wirklich schnell aufgebaut und auch schnell abgebaut. Es eignet sich auch für Kurztrips und muss nicht unbedingt nur bei einem 14-tägigen Langzeit-Urlaub zum Einsatz kommen. Ein Nachteil: Der recht große Platzbedarf. Das kann auf kleinen Plätzen vielleicht hin und wieder problematisch werden. Andererseits macht dieses Zelt den kleinen Bus auf einmal zu einem großen Feriendomizil. Die Symbiose zwischen Bus und Zelt passt einfach! Ich gebe eine klare Kaufempfehlung alleine deshalb, weil ich lieber den anderen beim Stangen sortieren zugucken mag.
Ach ja: Wie sich das Quick Motor im harten Camping-Urlaub-Einsatz bewährt, muss sich natürlich erst noch zeigen. Aktuell sind ja alle Campingplätz dicht und das Reisen generell so gut wie unmöglich. Aber sobald wir wieder dürfen, folgt auch der Testbericht. Versprochen.

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