Wie ihr wisst, stöbern wir täglich auf Instagram herum, um euch ab und an ein paar coole CampingBuddies und ihre Gefährte vorzustellen. Dabei finden wir Mini-Camper genau so spannend wie ausgebaute VW T4, Linienbusse, Dachzelte, Aussteiger im Alkoven oder chillige Familien in ihrem Teilintegrierten. Weil sie auf deutschen Straßen immer noch recht selten anzutreffen sind, horchen wir bei ausgebauten US-Schulbussen aber stets auf. So auch beim gelben Exoten von André, der sich mit einer wahnsinnigen Akribie an den Ausbau seines Sieben-Meter-Modells gemacht hat und nun mit Fug und Recht mächtig stolz aufs Ergebnis ist. Doch nun schweigen wir stille und lassen André einfach mal selbst erzählen ….

„Hi, ich bin André, 34 Jahre jung und passionierter Motion Designer aus Sachsen. Seit nunmehr über einem Jahr bastle ich an meinem Traumcamper, der später allerdings eher mein Zuhause als ein Camper sein soll.

In Berührung gekommen bin ich mit dem Thema nicht etwa durch frühkindliche Campingausflüge mit der Familie, sondern eher durch das Hirngespinst eines Arbeitskollegen. Dieser hat mich gefragt, ob wir nicht zusammen einen Van zu einem Stealth-Camper ausbauen wollen. Gesagt, getan, bzw. erstmal ordentlich recherchiert. Während der Planungsphase wurde allerdings schnell klar, dass wir in verschiedene Richtungen dachten. Während mein Kollege immer kleiner dachte, dachte ich von Tag zu Tag größer. Es kristallisierte sich heraus, dass ich allein weitermache, um schlussendlich ein Fulltime-Zuhause zu bauen.

Für einen amerikanischen Schulbus (wenn auch nur in der Mini-Variante) habe ich mich entschieden, weil er innen etwa 50 Zentimeter  breiter ist als der Durchschnittsvan von Fiat, Benz und Co. 50 Zentimeter mögen auf den ersten Blick nicht viel sein, doch wenn man seine Mietwohnung durch ein rollendes Gefährt ersetzen möchte, machen genau diese 50 Zentimeter mehr Platz den Unterschied von Schlauch zu Wohnlichkeit. Okay, der Charme eines solchen gelben Exoten hat mich vielleicht auch etwas gereizt.

Mit dem Absenden stimmst du unserer Datenschutzerklärung (www.campingbuddies.de/datenschutzerklaerung/) zu. Außerdem versprechen wir hoch und heilig, dass wir dich nicht zuspammen werden 🙂

Zur Basis:

Bei meinem Bus handelt es sich um einen Short School Bus auf Basis eines Chevrolet Express Van. Er hat einen 6,5 L V8-Turbodiesel unter der Haube, er ist etwas über sieben Meter lang und wiegt (hoffentlich :D) knapp unter 5,5 Tonnen. Innen hatte ich ganze 5,50 m Länge und 2,30 m Breite zum Austoben zur Verfügung. Gekauft habe ich meinen Schatz bei einem Händler in Berlin, der sich auf den Import amerikanischer Exoten spezialisiert hat. Ein Schnäppchen war es nicht gerade, aber so einen Bus selbst zu importieren bedarf wirklich eines immensen Aufwands und vieler Kontakte (Und ich habe wirklich lang darüber nachgedacht^^). Bekommen habe ich den Schulbus in Originalausstattung und fahrbereit. Angeblich war er sogar einen Monat vorher noch im Schulbetrieb in den Staaten unterwegs.

Zum Ausbau:

Gemacht habe ich außen (fast) nix und innen alles. Alles erstreckt sich in diesem Fall vom Herausreißen der Sitzbänke, über das Dämmen der Wände und des Bodens, bauen der Unterkonstruktion, Verlegen der Elektrik, Anschließen und Einrichten der Sanitäranlage bis hin zum Fliesen, Tapezieren, Streichen etc. Und nein, natürlich habe ich nicht alles wirklich allein gemacht, sonst wäre ich bereits bei den Sitzbänken gescheitert 🙂 Tatkräftige Unterstützung hatte ich von vielen Seiten, u.a. von einem Kollegen, der mir bei der Elektrik half oder meiner Freundin Kristin, die mir sehr viel beim Planen geholfen hat, sich oft meine wirren Überlegungen anhören musste und den Bus mit mir aus Berlin geholt hat. Aber auch und vor allem meine Familie unterstützte mich bisher bedingungslos beim Bauen und Laienfachsimpeln. Als selbsternannter Perfektionist strapazierte ich sicher oft die Nerven so einiger Helfer aber genauso sicher sind alle stolz darauf, was wir geleistet haben.

Nanu? Ein Zwilling?

Besonders stolz bin ich persönlich auf den Fußboden und das Bad. Das meiste gelernt habe ich über Elektrik, was gleichzeitig auch die größte Herausforderung war – und noch immer ist. Voraussichtlich werde ich noch etwa zwei Monate am Bus tüfteln, bis alles (zu meiner Zufriedenheit :D) fertig ist und ich das erste Mal losdüsen kann. Erwarten kann ich es schon jetzt kaum. Die Coronakrise kommt mir hier allerdings, im Gegensatz zu den meisten anderen, etwas entgegen.

Zur Technik:

Wichtig war es mir, möglichst autark im Bus leben zu können und aktuell ist das Auffüllen der Wassertanks (etwa aller zwei Wochen) das Einzige, was mich daran hindert, wirklich unbegrenzt frei zu stehen. Mein elektrisches System ist bewusst so groß dimensioniert, dass ich selbst auf Gas verzichte. Meine einzigen Energiequellen sind daher die Sonne und Diesel für die Heizung (den ich aber sowieso tanken muss). Dem Überblick halber, hier einige Daten zu Wasser, Elektrik und Co.:

– 300 L Frischwasserkapazität in zwei Tanks á 150 L
– 240 L Abwasserkapazität in zwei Tanks á 120 L
– 10 L Boiler
– 4 kW Dieselstandheizung (Planar 44D)
– knappe 2000 W Solarleistung durch sechs Solarpanels á 325 W
– 464 Ah Batteriekapazität aus zwei Tesla-Model-S-Batteriemodulen á 232 Ah (bei 24 V) = 10,6 kWh Leistung
– Victron Easysolar All-In-One-Lösung mit 230V-Inverter (kontinuierliche Leistung 2400 W, Spitzenleistung kurzweilig bis 6000 W)

Ich werde oft gefragt, was ich in Zukunft so geplant habe, welche Ziele ich im Kopf habe, wann es genau losgeht usw. Nun, im Laufe des Bauprozesses habe ich es aufgegeben, mir selbst Deadlines zu setzen und straffe Pläne zu verfolgen. Ich habe festgestellt, dass es sich damit einfacher lebt, weil vieles sowieso am Plan vorbeilebt. Nichtsdestotrotz habe ich natürlich ein paar Träumereien im Kopf – leider sind es inzwischen ganz schön viele. Surfen in Portugal, Nordlichter (und gleichzeitig Feuerprobe der Heizung) im hohen Norden, Kroatien und das ein oder andere Festival stehen aktuell weit oben auf der imaginären To-Do-Liste.

Soviel erstmal zu mir und meinem Bus. Wenn ihr mögt, dann folgt mir doch einfach auf meinem Insta-Account oder auf meiner Homepage. Ich würde mich freuen. Und wenn ihr Fragen habt, dann schreibt sie einfach hier in die Kommentare oder kommt direkt auf Instagram auf mich zu.

US-Schulbus Wohnbus, US-Schulbus als Hauptwohnsitz: André und sein Skoolie US-Schulbus Wohnbus, US-Schulbus als Hauptwohnsitz: André und sein Skoolie US-Schulbus Wohnbus, US-Schulbus als Hauptwohnsitz: André und sein Skoolie US-Schulbus Wohnbus, US-Schulbus als Hauptwohnsitz: André und sein Skoolie US-Schulbus Wohnbus, US-Schulbus als Hauptwohnsitz: André und sein Skoolie US-Schulbus Wohnbus, US-Schulbus als Hauptwohnsitz: André und sein Skoolie US-Schulbus Wohnbus, US-Schulbus als Hauptwohnsitz: André und sein Skoolie US-Schulbus Wohnbus, US-Schulbus als Hauptwohnsitz: André und sein Skoolie US-Schulbus Wohnbus, US-Schulbus als Hauptwohnsitz: André und sein Skoolie US-Schulbus Wohnbus, US-Schulbus als Hauptwohnsitz: André und sein Skoolie US-Schulbus Wohnbus, US-Schulbus als Hauptwohnsitz: André und sein Skoolie US-Schulbus Wohnbus, US-Schulbus als Hauptwohnsitz: André und sein Skoolie US-Schulbus Wohnbus, US-Schulbus als Hauptwohnsitz: André und sein Skoolie US-Schulbus Wohnbus, US-Schulbus als Hauptwohnsitz: André und sein Skoolie US-Schulbus Wohnbus, US-Schulbus als Hauptwohnsitz: André und sein Skoolie US-Schulbus Wohnbus, US-Schulbus als Hauptwohnsitz: André und sein Skoolie US-Schulbus Wohnbus, US-Schulbus als Hauptwohnsitz: André und sein Skoolie US-Schulbus Wohnbus, US-Schulbus als Hauptwohnsitz: André und sein Skoolie US-Schulbus Wohnbus, US-Schulbus als Hauptwohnsitz: André und sein Skoolie US-Schulbus Wohnbus, US-Schulbus als Hauptwohnsitz: André und sein Skoolie US-Schulbus Wohnbus, US-Schulbus als Hauptwohnsitz: André und sein Skoolie US-Schulbus Wohnbus, US-Schulbus als Hauptwohnsitz: André und sein Skoolie

 

 

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.